Die Silberburma


Die Burmakatze für Tabby - und Silberkatzenfans




Was macht eine getickte oder silberne Burma aus
Tickt Tabby bedeutet die Katze hat eine Zeichnung im Gesicht und ihre Haare sind gebändert- jedes einzelne Haar ist dunkel/hell gestreift.
Bei den silbernen Burmesen gibt es zwei Varianten: Ohne Agouti bewirkt die Silberung eine Smoke Färbung der Katze. Das bedeutet das erste Drittel jeden Haares ist farblos. Tritt die Silberung in Kombination mit einer Agouti Zeichnung auf, entsteht die Farbe Silber. Bei einer Silberkatze sind die unteren 2/3 jeden Haares weiß. Die Katze hat einen weißen Untergrund und nur die Fellspitzen zeigen die Grundfarbe.

Die erste Tabbyburma erblickte 1970 das Licht der Welt
1986 wurden die getickten und silbernen Burmesen in Neuseeland vom NZ Cat Fancy anerkannt.
Seit ca. 2002 hat der Dachverband WACC die Farben Silber und Ticked Tabby als Burmafarben anerkannt.
Seit 2012 erkennt der WCF Burmesen in Silber und Ticked Tabby an. Hier haben wir mit anderen zusammen mit 40 Burmakatezn in Silber und Ticked Tabby eine offizielle Anerkennungsprozedure durchlaufen.


Die Entstehung der Silberburma
Die Silberburma ist mitte der 70er Jahre in Neuseeland durch ein gezieltes Zuchtprogramm von Terry Lomex entstanden. Möchte man eine neue Fellfarbe in eine bestehende Rasse bringen, sucht man sich zu allererst eine Katze, die diese Farbe hat und ansonsten der bestehenden Rasse in allen anderen Eigenschaften so ähnlich wie möglich ist.
Im Fall der silbernen Burmesen entschied sich Terry Lomax für Atacat Piwi, einem domestizierten Hauskater.. Nun muß man dazu sagen, das in Neuseeland die Hauskatzen weitgehend von Siam- und Burmakatzen abstammen, also dem Typ der Burma sehr nahe kommen und Siamesen wurden schon zu Begin der Burmazucht eingesetzt.
Es gab noch früheres Zuchtprogram von Carol Gray, aus dem durch den Outcross mit einem Seal-Lynx farbenden Siamesen, die ersten Tabby farbenden Burmesen hervor gegangen sind. Dieses Zuchtprogram wurde als solches nicht fortgesetzt. Es gelangte aber ein Tier aus Generation 2 in das Zuchtprogramm von Terry Lomax: Cineole Tigre.
Nach 4 Generationen war es Terry Lomax gelungen die ersten silbernen und getickten Burmesen zu züchten, die in allen übrigen Punkten dem Standard entsprachen.

Das Silberzuchtprogramm aus Neuseeland: (Die Burmakatzen außer Atacat Piwi sind nur Beispielbilder)
Hier der Link zum kompletten Zuchtprogram bis zu unserer Linie: Ticked Tabby - Unsere Linie. .


In Deutschland wurde einmal ein Singapurakater zur Silberburmazucht eingesetzt. Da Singapura aus Abessinier und Burmesen seinerzeit entstanden sind, unterscheiden sie sich genetisch betrachtet nur äußerst geringfügig von Burmesen. So wurde schon die Generation 1, ein Kater namens Loes Mokka als Burma anerkannt.
Die Anerkennung von Leos Mokka als Burma hat für zahlreiche Diskussionen gesorgt. Diese haben sich aber überholt und sind überflüssig geworden, weil inzwischen die Generation 4 erreicht oder überschritten wurde. Selbst wenn Leos Mokka also damals nur als Burma registriert worden wäre, hätten seine Nachkommen inzwischen wieder vollwertige Burma Stammbäume.
Auch meine getickten Burmesen haben Leos Mokka in ihren Linien teilweise auch hinten in ihren Linien in Generation 7 oder 8.
Hier die Silberlinien meiner ersten ticked tabby Burmakatze Nala: Silberlinie

Der Burma-Singapura Hybrid Kater Leos Mokka, als Burmese anerkannt und erfolgreich:



Die Burmakatze im Vergleich mit ähnlichen Rassen
Da mir selbst Burmazüchter teilweise noch erzählen, "..aber das sind doch Asian.." , oder .."aber das sind doch Burmilla...", gehe ich mal auf die Unterschiede zwischen diesen Rassen ein:

silberne Burma <--> Burmilla
Die Burmilla ist aus der Kreuzung von Chinchilla Persern und Burmakatzen hervorgegangen. Sie hat ein dichteres Fell und ist insgesamt auch etwas kompakter als Burmesen. Sie hat grüne Augen, bei Burmesen, incl. den silbernen, geht die Augenfarbe von Gelb bis Bernstein. Im Gegensatz zu silbernen Burmesen werden Burmillas wie Chinchilla Perser mit einer Geisterzeichnung geboren.
Die Burma ist im Gegensatz zur Burmilla immer reinerbig für das sogenannte Burmagen, das die leichte Maskenzeichnung bewirkt.

getickte Burma <--> Singapura
Auch wenn eine Singapura laut einer Genetikprofessorin eine 'getickte Burma' ist, ist die Singapura nicht identisch mit der Silberburma. Auch wenn der ursprüngliche Genpool ähnlich ist und die beiden Rassen sehr verwannt sind, gibt es im Erscheinungsbild Unterschiede: die Singapura ist sehr klein, hat einen kleinen Kopf und im Verhältniss dazu wesentlich größere Augen. Als Farbe ist bei der Singapura nur sepia (entspricht seal-ticked-tabby) zugelassen. Die Augenfarbe der Singapura darf neben gelb und berstein, im Gegensatz zur Silberburma auch grün sein.
Ähnlich aber nicht gleich:
Silberburma in seal-tickedSingapura in sepia


Silberburma <--> Asian
In England werden Burmilla als Asian bezeichnet. Dabei werden sie in Asian-Smoke, Asian-Tabby, Asian-Burmilla und Asian-Vollfarbend unterteilt, wobei bei letzteren die schwarzen als Asian-Bombay bezeichnet werden. Die Einteilung erfolgt nach Farbe. Die Asian-Tabby darf neben geticked auch andere Tabbymuster zeigen. Im Gegensatz zur Silberburma tragen nicht alle Asian die Burmamaske, die meisten silbernen Asian haben grüne Augen.
In England hat man kurzerhand beschlossen alle Burmesen in neuen Farben auch der Asian zuzuordnen. Dem Beispiel sind dann einige Burmazüchter hier begeißtert gefolgt ... aber nur die, welche selbst gar keine silbernen Burmesen hatten ;-)
Die Silberburmazüchter selber, waren natürlich nicht damit einverstanden ihre Burmesen in eine Rasse mit doch im Typ, Fell und vor allem Charackter sehr unterschiedlichen Burmillas zusammen fassen zu lassen.
In den Niederlanden werden vollfarbende Burmesen als Asian bezeichnet. Also wieder anders als in England, da diese Asian tatsächlich dem Burmastandard entsprechen und ohne Persereinkreutzung entstanden sind. In Neuseeland hat man der vollfarbenden Burma den schönen Namen Mandalay gegeben.


Vererbung und Genetik der Silberburma:
Die Farbe Silber entsteht durch das Inhibitor-Gen (I) in Kombination mit Agouti (A). Tritt das Silbergen ohne das Agouti-Gen(A) auf ist die Katze Smoke. Tritt umgekehrt Agouti ohne das Silbergen auf, zeigt die Katze ihr Tabbymuster. Bei den Burmesen ist dieses fast durchgängig getickt, wie man an den roten Burmesen unschwer erkennen kann. Bekanntlich interessiert es eine rote Katze wenig, ob sie Agouti oder NON-Agouti ist, sie zeigt ihr Tabby-Gen. So ist es natürlich auch nicht möglich bei einer roten Katze mit einem Silberburmaelternteil zu sagen, ob sie genetisch Agouti oder Non-Agouti ist.
Sowohl das Inhibitor-Gen (I) als auch das Agouti-Gen(A) werden dominant vererbt. Eine silberne Silberburma kann also nur aus einer Verpaarung fallen, in der mindestens ein Elternteil Silber zeigt, bzw. natürlich auch aus einer Kombination von smoke und getickt, weil es dann wieder zur Kombination von (I) und (A) kommen kann.
Eine standardfarbende Burma trägt, selbst wenn noch so viele Silberburmas in ihrem Stammbaum vorkommen, immer NON-Agouti(aa) und Nicht-Silber(ii). Sie kann also weder Smoke, noch Silber, noch Agouti vererben.
Smokefarbende Kitten sind in den ersten Tagen an einer sogenannten weissen Brille erkennbar. Um die Augen herum ist eine weisse Zeichnung zu sehen, die nach ein paar Tagen verschwindet.
Das ist allerdings bei lilac-farbenden Kitten schwerer zu erkennen als bei dunklen Kitten.
Das Silbergen I hat keinen Einfluss auf die Rufus-Polygene. Nicht silberne Nachkommen von Silberlingen haben genauso viel oder wenig Rufus-Polygene, wie Burmesen aus rein nicht-silbernen Verpaarungen. Sprich die Grundfarbe unterscheidet sich nicht.
ALLE Burmakatzen sind reinerbig für das Tabbymuster TaTa (Tickt Tabby). Dadurch sind sie weitgehend streifenfrei und ohne Geisterzeichnung. Durch das non-Agouti wird in den Farben braun, chocolate, blau und lilac das Ticking unterdrückt. Bei rot ist das Tickt-Tabby Muster immer sichtbar.
Ob eine einfarbige Katze Geisterzeichnung zeigt oder nicht hängt nicht davon ab, ob ihre Eltern Agouti oder Non-Agouti sind, sondern welches Tabbymuster verdeckt unter ihrem Non-Agouti liegt. Züchtet man demnach ticked tabbys möglichst streifenfrei, werden auch ihre einfarbigen Nachkommen im gleichen Maße frei von Geisterzeicnung sein. (nachzulesen u.a. im Roy Robinson für Katzengenetik)




Warum eine neue Rasse, warum lieber eine neue Farbe in einer bestehenden Rasse?
Wir wurden oft gefragt, warum wir aus unseren getickten und silbernen Burmesen keine eigene, neue Rasse erschaffen.
Nun dazu:
Um den Fortbestand einer Art zu sichern braucht es einen Genpool von mind. 300 nicht miteinander verwannten Individuen. Jeder möchte gerne eine besondere Rassekatze, etwas einzigartiges, viele verschiedene Geschmäcker haben viele tolle Rassen in zahlreichen Farben hervor gebracht. Das Problem, die Anzahl der Züchter für die einzelen Rassen und damit die Anzahl der Individuen sinkt. Einige Rassen leiden bereits jetzt an einer Inzuchtdepression. Der neuseeländische Ansatz alle Farben der Burma in einer Rasse bei zu behalten ist daher langfristig für den Erhalt der Rasse Burma gesünder als aus den neuen Farben eine eigene Rasse zu kreieren.

Dazu eine kleine Geschichte: Der Sumpfspringer



Wir danken an dieser Stelle allen, die an der Entstehung und Verbreitung der Silberburma und damit auch unserer getickten Burmesen beteiligt waren!!! Vor allem geht unser Dank an Fr. Dr. Leonhardt, die Cineole Eve aus Neuseeland nach Deutschland geholt hat- Wir freuen uns, dass es diese tollen Katzen gibt!! - DANKE :-)




Wenn jemand gerne etwas ergänzen oder korrigieren möchte, freuen wir uns über eine freundliche mail: ilianefeder@web.de





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